ADVENTSKALENDER 2020

Das erste Türchen geht auf:

MUSIK GIBT GUTE LAUNE

Wusstet ihr, dass Musik gegen schlechte Laune, leichte depressive Verstimmung, Traurigkeit und vieles mehr, helfen kann? Also, falls sich ein grauer Schleier oder gar eine graue Decke versucht, sich über Euch zu legen, versucht es mit Musik, das darf gerne auch etwas Nostalgisches sein, aus Zeiten, an die man sich gerne zurück erinnert.
Bei mir war das früher, ganz viel früher, Carole King...



Das zweite Türchen geht auf:

INHALIEREN MIT MEERSALZ

wirkt wie ein Spaziergang am Meer. Ein einfaches und altbewährtes Hausmittel das viel bewirken kann. Es hilft bei Nasennebenhöhlenentzündung und Husten, also überall, wo Schleim im Spiel ist. Auch stärkt es das Immunsystem und kann sogar stimmungsaufhellend wirken. Und nicht zuletzt taugt es auch zur präventiven Atemwegspflege, denn inhalieren wirkt reinigend.


Meiner Ansicht nach ist es wichtig a) gutes graues Meersalz zu verwenden, den Luxus gönn ich mir, b) während des Inhalierens die Anatomie der Atmung zu visualisieren. 

Beim Einatmen zieht die Luft als erstes durch die Nase in die Nebenhöhlen, wenn wir draussen in der Kälte sind, braucht es diesen Prozess, um die Luft anzuwärmen, damit sie nicht eiskalt in Lungen eindringt. Danach geht die Luft via Luftröhre, die sich ca. in der Mitte des Brustbeins nach links und rechts teilt und zu Bronchien wird, in die Lungen. Die Lungen füllen beinahe den ganzen Brustkorb aus. Bei einer tiefen Einatmung dehnen sich sie obersten Lungenzipfel bis übers Schlüsselbein aus und die untersten bis zu den Nieren, welche bei den untersten Rippen liegen. So mit wirkt die warme Luft, der warme Dampf auch auf die Nieren und stärkt die Energie und das Immunsystem. Und denkt daran: man kann nur soviel einatmen, wie man zuvor ausgeatmet hat, das Ausatmen hat immer mit Loslassen zu tun.

Mein Lieblingsrezept dafür ist also:

ca. 2 El Meersalz mit kochendem Wasser übergiessen, mit einem grossen Tuch über dem Kopf darüber ein- und ausatmen. Manchmal wechsle ich ab, ein paar Atemzüge durch die Nase, ein paar durch den Mund. Wenn es zu heiss wird, etwas mehr auf Distanz zum Dampf gehen, das alles dauert ca. 10 Minuten. Im Akutfall, also wenn schon Schleim oder eine Erkältung vorhanden ist, dann würde ich es 1-2x täglich empfehlen, als Prävention 1x wöchentlich oder bei Bedarf. Und wie hier auf dem Bild kann man auch noch etwas Thymian oder Salbei dazu geben, welche den Schleim noch besser lösen.

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Das dritte Türchen geht auf:

EIN WEIHNACHTSGEBÄCK

das es in sich hat. Viel Schwarze Schokolade und wärmende Gewürze sind die reinsten Glücklichmacher. Bereits der Duft während des Backens hebt die Stimmung.

Aaber 8-tung die Gutzi müssen vor dem Backen über Nacht antrocknen. Gut Ding will Weile haben...


ECHTE BASLER BRUNSLI (ohne Mehl!)

500g Zucker (ich nehme inzwischen braunen)
500g gemahlenen Mandeln
200g schwarze Schokolade, geraffelt (8-tung: grosse Schweinerei)
2-3 El Cacaopulver, schwarz
15g Zimt (ca. 2 Kl, es kann später nachgewürzt werden)
2-3g Nelkenpulver
4 Eiweisse verquirlt aber nicht steif geschlagen
1-2 El Kirsch

Alles zu einem Teig zusammen fügen (8-ung Schweinerei) und ein paar Stunden kühl stellen.
Auf Zucker ca. 2 cm dick aus wallen und die Formen ausstechen, auf Backpapier über Nacht trocknen lassen.
Bei 250° 3-5 Min backen (je nach Dicke)

Das Rezept ist für eine grosse Menge berechnet und kann natürlich auch halbiert werden.
Die Qualität der Gutzi steht und fällt natürlich auch mit der Qualität der Zutaten. Es muss nicht grad Die Luxusschokolade sein, doch würde ich auch von der Billigsten abraten.


Das vierte Tüchen geht auf:


Grad in dieser Zeit nochmals ein gutes Thema... 


ZEN ODER DIE GUNST DER WORK-LIVE-BALANCE



Schreibfehler? Nein, keinesfalls. GUNST ist eine wohlwollende, entgegenkommende, freundliche Haltung. So kann man jemandem etwas gönnen, etwas geben, oder auch sich selbst etwas geben oder gönnen. Doch dazu muss man erst etwas haben, in diesem Fall am besten ein paar Schubladen voller Wissen, Können, Wollen, Spüren, zu Themen wie Entspannung, Körpergefühl, Eigenwahrnehmung, etwas Selbstdisziplin, und eine kleine Portion Kenntnis vom Zusammenhang von Körper und Psyche.

Und all dies kann man sich aneignen. Sei es im Yoga, Franklin-Methode, Pilates, Achtsamkeitstraining oder in der Meditation. Am besten von allem ein bisschen. Was die Zauberformel dabei ist, das Wissen und können soll in den Alltag einfliessen. Denn teure Wochendendworkshops, Wellness, etc. oder auch an einem Abend die Woche ins Yoga rennen und danach im Alltag wieder weiter stressen, ohne das Erlebte zu verinnerlichen, bringt nicht viel. Ausser vielleicht ein etwas weniger schlechtes Gewissen, weil man nichts für sich tut, alle anderen jedoch schon. Eine Alibiübung also.

Spürt man zum Beispiel beim Gehen bewusst den Boden unter den Füssen und weiss in etwa wie der Bewegungsablauf dieses Konstruktes ist, so wird der Arbeitsweg zum Ganzkörpertraining und gegebenenfalls zur Meditation. Man kann aber auch ganz im Kleinen anfangen, z.B. bewusst atmen oder bewusst essen und schmecken. Kurzum geht es dabei um das im Hier und Jetzt sein. Das heisst, wenn ich am Essen bin, dann esse ich, wenn ich am Gehen bin, gehe ich, wenn ich an einer Arbeit bin, dann bin ich an genau dieser Arbeit und nicht mit dem Kopf bereits einen Schritt weiter. Dies steigert ganz nebenbei auch die Qualität der Arbeit. 

Somit wären wir beim:

ZEN ist zum einen Teil die Kunst, im Alltag trotz Effizienz gelassen und bei sich zu sein. Dies fördert die Konzentration auf das Wesentliche und die Work-Live-Balance.

Natürlich ist es nie zu spät, damit zu beginnen, doch je früher, desto grösser und umfangreicher der Erfahrungsschatz, auf den man in allen möglichen und unmöglichen Situationen zurückgreifen kann.

Der andere Teil von Zen ist sich solange in Gelassenheit üben, bis man im Nichts ist. Doch das verlangt von uns Westmenschen kaum jemand.​​​​​​​​​​​​​​

Das fünfte Türchen öffnet sich:

KLEINE EINFÜHRUNG IN DIE IMAGINATION

Nun sind für viele die Skiferien ja gerettet, dabei geht es zwar mehr um die Wirtschaft, als um die Gesundheit, aber das soll hier nicht das Thema sein.






Hier eine einfache Übung, um die Arbeit mit inneren Bildern einfacher zu verstehen:
Setze dich hin, schliesse die Augen und stell dir vor, du stehst in deiner Küche, du siehst, wo die Pfannen, das Geschirr und alles andere versorgt ist, vielleicht kannst du sogar in Gedanken den Eisschrank öffnen und sehen, was da noch so drin ist, ev. kannst du ihn auch riechen, Käse/Sauerkraut, etc. Oder vielleicht hast du eben erst einen Kuchen oder ein Brot gebacken, das du riechen kannst und dabei spürst du auch die Temperatur in der Küche, die Restwärme des Backofens, das offenen Fenster, was auch immer. So einfach geht das und genauso einfach können wir uns alle an einen uns vertrauten Ferienort imaginieren. Wir können ihn mit allen Sinnen wahr nehmen und auch die Energie dieses kleinen Glücksmomentes in uns auf nehmen. So geht "neue Energie aus alten Ressourcen" schöpfen. Natürlich kann da auch ein Stück Wehmut und Sehnsucht aufkommen, aber seinen wir doch froh, um diesen Schatz von Erinnerungen, den wir da in uns tragen. All die schönen Erinnerung, Erlebnisse und Momente des kleinen oder grösseren Glückes sind unsere Vorratskammer für magere Zeiten.

Das sechste Türchen öffnet sich:


SANTI NIGGI NÄGGI....





Ja, Zitrusfrüchte sind Vitaminbomben und vor allem in diesen Tagen überall im Angebot. Doch kühlen sie auf eine natürliche Art den Körper runter, was an heissen Tagen ja ganz wünschenswert ist. Also aufgepasst, wer sowieso immer zu kalt hat, soll sie auslassen oder nur wohl dosiert geniessen.

Ganz generell gilt, wer schnell friert soll sich 3x täglich warm ernähren und vor allem auch warm trinken. Nur wer von hitziger Natur ist, kann sich erlauben, auch im Winter kalten Salat und Zitrusfrüchte zu essen. Und wer zu viel Hitze in sich hat, oder unter hormonbedingten Hitzewallungen leidet, soll aufpassen, mit wärmenden Nahrungsmittel, wie Alkohol und scharfem Essen. Zuviel Hitze trocknet aus und kann z.B. auch zu Verstopfung führen.

Es kommt auch immer auf die Menge an. So kann zum Beispiel Schokolade glücklich machen, die Milz und somit die innere Mitte stärken, doch zu viel Süssigkeiten schwächen den Funktionskreis Milz/Pankreas.

Dies ein paar kleine und einfache Beispiele aus der Ernährungslehre nach den 5 Elementen, welche einer der Stützpfeiler der TCM ist, zu welcher auch die Akupressur gehört.


Das siebte Türchen geht auf:


GUTEN MONTAGMORGEN,





Auch dies wurde langsam zu einem Ritual, weil ich seit einiger Zeit, regelmässig montags, einen Post auf der Facebook-Seite meiner Praxis absondere. Manchmal mehr, manchmal weniger, doch immer mit einer grösseren Leserschaft, als andere Posts. 

Derzeit lese ich aber auch immer wieder, dass alles im Wandel sei und die grosse Transformation im gang sei, dass man deshalb die alten Gewohnheiten/Rituale gleich ganz lassen soll. 

Klar kam und ist in diesem Jahr vieles anders, einige unserer liebgewordenen Rituale wurden gestrichen. So gab es hier in Basel keine Fasnacht, Ostern blieben wir allein zuhause, Geburtstagsfeste, etc. wurden gestrichen und auch Ferien gestalteten sich eher schwierig, weil die Reisefreiheit sehr eingeschränkt wurde. (und der Rubel im eigenen Land bleiben sollte...)

Wirkliche Veränderung geschieht tief in uns drin, gerade deshalb glaube ich, dass wir einige Rituale beibehalten sollen, denn sie geben uns auch einen gewissen Halt im Leben. So zum Beispiel das bunte Schmücken unserer Stuben, Licht ins Dunkel bringen, frisch geschnittene Baumzweige ins Wasser stellen und miterleben, wie sie Anfang Januar zu blühen beginnen, etc. Gutzi backen ist bei mir ein solches Ritual. Früher für meine Kinder, dann mit meinen Kindern und heute halt alleine, auch dies ein Wandel der Zeit. Das Weihnachtsgebäck verbreitet seinen Duft in der ganzen Umgebung und wird nun hoffentlich ein paar Herzen erfreuen.


Und heute öffnen wir bereits das achte Türchen:




Kurz und bündig, wenn's schön ist, ist einfach schön. Kleine Dinge, die den Alltag erfreuen bewusst wahr nehmen, ist Seelenbalsam.



Hier öffnet sich das 9te Türchen:



Trübe Aussichten, eine schwierige Zeit steht uns allen bevor, das geht an die Nieren.







Dazu neigt sich das Jahr nicht nur seinem Ende zu, auch der kürzeste Tag steht uns bald bevor. In der TCM ist die Wintersonnenwende der tiefste Yin-Punkt, Zeit der Ruhe, der Dunkelheit, des Insichgehens. Nun ist es wichtiger denn je, seine Nierenenergie zu stärken. Einerseits, um physisch gesund zu bleiben, andererseits um in der trüben Zeit bei Laune zu bleiben. Ich hab kurz in meinen Wissensschatz zum Thema Nieren geschaut, da ist soviel drin, dass ich Euch alle voll überrollen würde damit, deshalb wird das auf die nächsten paar Tage verteilt. Denn wir gehen auch noch auf Neumond zu, das ist gleich noch ein Grund, sich um die Nieren zu kümmern.
Anatomisch gesehen liegen die Nieren auf der Höhe des 12-ten Brustwirbels, gleich bei den untersten Rippen. Hier sind auch das Zwerchfell (Atmung ahoi...) und der Psoas-Major (grosser Lendenmuskel) angewachsen. Eine ist ca. 4x7x11 cm gross und obenauf sitzen, wie kleine Häubchen die Nebennnieren.
Als nährende Entspannung für die Nieren, kann man seine warmen Hände oder eine Wärmeflasche dort auflegen, die Nieren visualisieren und zu ihnen hinunter atmen. Bei einer tiefen Bauchatmung gleiten die Nieren bis zu 4cm dem Psoas entlang, Richtung Blase, nach unten. Beim Ausatmen natürlich den selben Weg wieder zurück. Diese einfache und wohltuende Übung wirkt beruhigend und entspannend.
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Das zehnte Türchen öffnet sich:



Abwarten und Tee trinken, das Gebot der Stunde.









Dies tut auch den Nieren gut. Wie gestern angekündigt geht es hier mit Tipps zum Thema Nieren weiter.
Eine Nierenschwäche, kann sich ganz langsam anbahnen und zeigt auch ganz versteckte Symptome.
Dabei filtern sie möglicherweise nicht mehr alle aus zuleitende Giftstoffe aus dem Körper, was zu einer dauernden leichten Vergiftung führt = Übersäuerung, welche sich in Form von Schmerzen Gelenken und Muskelapparat zeigen kann.
Weitere Symptome für eine Nierenschwäche können sein:
Müdigkeit, rasche körperliche Erschöpfung, mangelnde Konzentration, Vergesslichkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, nächtlicher Harndrang, verringerte Urinausscheidung, Ödeme, Herzrhythmusstörungen, Luftnot, Verstopfung, Unruhe, Schlafprobleme, verändertes Hautbild, Juckreiz, dunkler Urin, ev. mit Schaum.
ERNÄHRUNG ZUR STÄRKUNG DER NIEREN:
AUSLASSEN:
Kein Schweinefleisch, auch keine Wurst, wenig Salz, wenig bis gar kein Süsses (auch keine künstlichen Süssstoffe), keine kalten Getränke, wenig bis keine Kuh-Milchprodukte, keine Fertigprodukte, vor allem Konservierungsstoffe, also alles mit E...
GÜNSTIGE NAHRUNGSMITTEL ZUR STÄRKUNG DER NIEREN
GEMÜSE HERBST/WINTER:
Rüebli, Chinakohl, Fenchel, Lauch, Kürbis, Petersilienwurzel, Pastinaken, Zwiebeln/Knoblauch, Süsskartoffeln, Eisbergsalat
GEMÜSE FRÜHLING/SOMMER:
Gurke, Löwenzahn, Gartenerbsen, grüne Bohnen, Auberginen, Mais, Spargeln, Zucchini,
OBST: (Saisonal wäre am besten, aber eben...)
alle Beerenarten, Grapefruit, Zitrone, Kirschen, Kiwi, Wassermelone, Weintraube, Rosinen, Datteln, Sanddorn, ev. Cassisaft
NÜSSE UND KERNE.: Baumnüsse, Haselnüsse, Kürbis- + Sonnenblumen-Kerne, Sesam, Leinsamen, Marroni.
FETTE: Butter, Distelöl, Kürbisöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Rapsöl, Sesamöl, Leinsamenöl und Olivenöl sollen sehr stärkend für das ganze System sein.
MILCHPRODUKTE: Feta, Schaf- und Ziegen- Käse, ebenso deren Milch, Soyamilch und Joghurt, Tofu
FLEISCHIGES:
Poulet, Ente, Hühnerleber, Lamm, Pferd, Rind, Wild, Eier und Fisch und Algen aller Art.
FÜLLMATERIAL:
Amaranth, Gerste, Hafer, Hirse, Quinoa, Polenta, Vollkornreis, Wildreis,
Linsen und Kichererbsen, auch Keimlinge
Kidney-, Lima- und sonstige Bohnen
SÜSSUNGSMITTEL:
Dunkle Melasse, Honig.
GETRÄNKE DIE GUT SIND:
Nieren-Blasentee, z.B. mit Brennessel, Birke, Goldrute, etc., Grüntee, ev. Yogi-Tee od. Padma-Tee (Drogerie fragen), Bier (geht auch alkoholfrei, nicht aus Kühlschrank, abgekochtes Wasser, warm.
SONSTIGES:
Nieren warm halten, z.B. Kartoffelwickel, Wärmeflasche, Kirsi- od. Dinkelsäckli, Nierengurt.
Säuren-Basen-Haushalt kontrollieren und bei Bedarf Entsäuerungskur machen.-Drogerie
Basische Ernährung (Googel)
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Türchen Nummer elf wird geöffnet:


VERSUCHEN WIR UNS DURCH VERZICHT IN ZUVERSICHT...







Noch einmal etwas zu den Nieren.
Die zu den Nieren gehörende Emotion ist die Angst. Der Charakter ist nebst Tiefgründigkeit auch die Willenskraft und die kreative Kraft.
Die Nieren sind dem Element Wasser zugeordnet, die dazu gehörende Jahreszeit ist der Winter, die Zeit des Rückzuges, der Dunkelheit und der Regeneration. Vom Lebenszyklus her, das Alter, der Tod und aber auch die Geburt. Sie stehen also für den Anfang und das Ende, hier beginnt und endet alles.
Die Nieren stehen auch für die vorgeburtliche Energie, somit sind sie der Energiespeicher überhaupt, unsere Batterie. Wie auch aus der Schulmedizin bekannt, sind sie für die Entgiftung zuständig, sie kontrollieren die Wasserwege, das Urogenitalsystem. Somit sind sie auch für die Libido, die sexuelle Kraft des Menschen verantwortlich.
Da die Nieren von der embryonalen Entwicklung her aus dem selben Keimblatt wie Ohr und Knie entstanden sind, hängen diese drei auch heute noch zusammen. Eine Nierenschwäche zeigt sich oft auch in Hörproblemen oder Tinnitus. Aber auch Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, Knie- oder Hüftprobleme können mit den Nieren zusammen hängen.
Ebenso sind die Nieren für gesundes Haar und starke Nerven, Zähne und Knochen verantwortlich.
Also, versucht die Stille in Euch zu hören und zu geniessen, haltet Euch und Eure Nierchen warm.

Machet auf das zwölfte Tor:


Nachdem ich in den letzten drei Türchen Hilfe zur Selbsthilfe in Sachen Nieren-Energie und -Gesundheit gepostet habe, was nicht auf sehr grosse Interesse stiess, kommen wir nun zur Kulinarik.





In der TCM kann Ernährung auch heilen, genauso kann sie auch krank machen. So soll z.B jemand mit einer Schleimproblematik sicher keine Milchprodukte zu sich nehmen, jemand, der/die Kälte in sich hat, darf nichts Kaltes zu sich nehmen, etc. Alles in allem fährt man am besten, wenn man möglichst saisonal und regional einkauft und kocht.
Gerade jetzt, wo viele von uns mehr Zeit zum Selbermachen haben, sind vielleicht solche Kochtipps, wie ihr sie hier auf der Seite unter "Rezepte" findet.

Das dreizehnte Türchen öffnet sich:
ANSCHALTEN HEISS MANCHMAL AUCH ABSCHALTEN
Heute vor drei Wochen, also am ersten Adventssonntag habe ich hier darüber geschrieben, dass nun eine Zeit mit vielen und oft hohen Erwartungen beginnt. Und, dass da, wo viele Erwartungen sind auch viele Enttäuschungen sind. Vielleicht haben wir erwartet, dass bis kurz vor Weihnachten, oder bis Ende Jahr alles besser sein wird. Doch unsere Erwartung wird enttäuscht. Die Meldungen rund herum sind nur noch deprimierend und es ist schwierig, mal ganz abzuschalten.
Abschalten heisst ja nicht vergessen, doch eine kleine Auszeit müssen wir uns zwischendurch immer wieder gönnen. Für die Einen ist das ein Spaziergang in der freien Natur, für Andere das Kochen und Backen, Musik und Film sind auch dazu geeignet. Deshalb hier ein kleiner Tipp, lachen ist gesund, viel Spass dabei:

Hier öffnet sich das vierzehnte Türchen:


BEWUSST LEBEN


tönt für viele Menschen immer gleich nach Anstrengung, nach Tabellen führen, nach Selbstdisziplin, Kasteiung, etc.




Bewusst leben hat aber gar nichts damit zu tun, sich überall einschränken zu müssen, sondern kann ein Gewinn auf allen Ebenen sein. Es geht dabei vor allem darum, im Hier und Jetzt zu sein. Also beispielsweise, in diesem Moment, diesen Text zu lesen und nicht gleichzeitig daran zu denken, was man während dieser Zeit alles verpasst oder erledigen könnte, zu telefonieren oder gleichzeitig sein zweites Frühstück zu sich zu nehmen.

Grad beim Essen ist es ratsam, sich dem Essen zu widmen. So ist man aufmerksam, wie der Körper drauf reagiert, was einem gut tut und was nicht. Man spürt bewusst das Sättigungsgefühl und wie viel von was der Körper braucht und kann vielleicht sogar noch gezielt einen kleinen Platz für ein Stück Schokolade frei lassen. Übrigens wirkt sich das auch positiv auf die Verdauung aus. Zu diesem Thema fällt mir noch ein: was soll man auf dem Klo tun? Sich bewusst dem widmen, was hier zu erledigen ist. Also sich nicht die ganzen bad news der Welt rein ziehen oder vom Klo aus mails, posts und sms tätigen. 

Bewusst leben beginnt aber bereits beim morgendlichen Aufwachen. Hier empfiehlt sich, den Wecker etwas früher als unbedingt nötig zu stellen, optimal wäre, schon ein paar Minuten vor dem Wecker wach zu sein. So hat man Zeit, sich noch im Bett seiner selbst bewusst zu machen. Man kann sich langsam alle Muskeln durchstrecken, ein paar tiefe Atemzüge tätigen und sich überlegen, wie man den Tag in Angriff nehmen soll, was heute alles auf einem zu kommt und wie man es stresslos bewältigen kann.

Im Laufe des Tages sollten immer wieder kleine Pausen eingelegt werden in denen man sich selbst wahr nimmt und erneut darauf achtet, im Hier und Jetzt zu sein. Multitasking war früher, heute heisst es wieder: „Eines nach dem Anderen.“ Also bewusst eine Tätigkeit abschliessen, ehe man eine neue beginnt. 

Ein gutes Gefühl entsteht auch, wenn man sich im alltäglichen Wahnsinn der Stadt, eines Bahnhofes oder beim Einkaufen, im eigenen Tempo bewegt. Sich also nicht von der unnötigen Hektik mitreissen lässt, es geht deshalb nicht langsamer, nur entspannter.

Bewusst leben erfordert auch regelmässig zu reflektieren und zu hinterfragen. Vor allem die Frage, lebe ich mein Leben überhaupt so, wie ich es mir wünsche? Oder lebe ich in einem Hamsterrad?

Kann ich agieren oder lediglich reagieren? Was kann ich ändern, damit ich mein Leben so leben kann, wie es mir entspricht?

Bewusst leben heisst aber nicht, sich nur die Rosinen heraus zu picken und den anderen den Müll zu überlassen. Nach wie vor gilt auch hier am besten die Regel: „Behandle die anderen so, wie Du gerne selbst behandelt werden möchtest.“

Bewusst leben hört abends im Bett nicht auf. Um entspannt schlafen zu können, oder generell zum Entspannen, es ist wichtig den Alltag los zulassen. Meist geht das nicht per Knopfdruck, also braucht es auch hier nochmals ein Ritual zur Selbstwahrnehmung. 

Zum Beispiel in Gedanken nochmals bewusst den vergangenen Tag durch zu gehen und ihn abzuschliessen. Bloss nicht daran denken, was morgen alles auf einem zu kommt. Wenn das schwierig ist, so hilft es, sich vor dem Zubettgehen eine to do Liste zu erstellen. So kann der Alltag von morgen auf dem Küchentisch ruhen während der Mensch sich zwischen heute und morgen gebührend erholen kann.

Wie bereits vor dem Aufstehen, ist es auch vor dem Einschlafen sehr wohltuend, sich seines Körpers bewusst zu machen, die Muskeln zu entspannen und tief durchzuatmen.

Bewusst leben bedeutet auch, seine Freizeit so zu gestalten, dass sie einem gut tut. Manchmal muss man sich auch als LangweilerIn outen, um sich so vor dauernder Reizüberflutung zu schützen. Überall dabei sein, nur, weil es die andern angeblich auch tun, ist unnötig. Auf seine Bedürfnisse zu hören und sein Grenzen zu respektieren ist angesagt und gesünder. So absurd es sich liest, aber in einer Gesellschaft von MitläuferInnen, braucht es Mut, sich selbst zu sein.

Bewusst leben heisst auch, sich in Selbsttoleranz zu üben, also nicht an sich selbst zu verzweifeln, wenn es mal Phasenweise nicht so gut klappt mit der Idee, das Leben als Meditationsübung anzugehen.

Selbsttoleranz wäre dann noch ein Kapitel für sich.

Hier ein paar leichte Übungen, um am Boden zu bleiben:​​​​​​​

  1. Für einen Moment die Augen schliessen und versuchen an nichts zu denken, die Gedanken ziehen lassen, wo sie hin wollen und versuchen, nur im Hier und Jetzt zu sein.

  2. In den Bauch atmen. Entweder sich einen Ball vorstellen, der sich beim Einatmen in alle Richtungen ausdehnt und beim Ausatmen wieder etwas kleiner wird, oder einfach den Bauchnabel beobachten, wie er sich beim Atmen bewegt.

  3. Die Gewichtsverteilung auf den Füssen wahr nehmen, das Gewicht regelmässig ausgleichen und sich gut verwurzeln. 

  4. Lichtdusche: Schulterbreit stehen, sich vorstellen, warmes freundliches Sonnenlicht durchströmt von oben nach unten den Körper. Wenn möglich, dabei die Arme ganz locker nach oben ausstrecken. 

  5. Hände warm reiben und auf die Nieren legen, versuchen dort hin zu atmen und die Nieren zu entspannen. Denn die Nieren sind unsere Batterien.

  6. Anschliessend die Hände über der Brust überkreuzt unterhalb der Schlüsselbeine auflegen und tief durchatmen. Das hilft, seine Energie bei sich zu behalten.

  7. Vor dem Einschlafen, in Rückenlage im Bett: sich bewusst machen, dass der Kopf 5.5 – 6 kg wiegt, mit diesem schweren Kopf ganz kleine Ja- und Nein- Bewegungen machen. Dies hilft den Nacken und die Kiefermuskulatur zu entspannen.

Das fünfzehnte Türchen:


Grad jetzt, wo bei vielen von uns die Ernährung ein Thema ist, sei es, weil in diesem Jahr alles anders ist oder, weil man versucht daran fest zu halten, dass alles möglichst gleich sein soll, ein Blick in die Darmflora ist auch im Winter durchaus angebracht.









DARMFLORA
In der TCM steht der Dünndarm (Yang) in Bezug zum Herzen (Yin) und gehört zum Element Feuer. Die Jahreszeit dazu ist der Sommer, in welchem die Nächte kurz und die Tage lang sind, wo die Freude gross ist und viel gefeiert wird.
Nicht umsonst redet man beim Dünndarm aber auch vom Bauchhirn. Seine Funktion ist das Reine vom Unreinen zu trennen. Zu entscheiden, was der Körper an Nahrungsstoffen aufnehmen soll und, was er grad nicht braucht zum Ausscheiden weiter bewegen kann. Aber auch unsere Gedanken und Sinneseindrücke werden so aussortiert. Was uns nicht gut tut sollen wir wieder vergessen und das Gute in guter Erinnerung behalten. Hier werden also lebenswichtige Entscheidungen getroffen. Wenn etwas nicht stimmt im Leben, bekommen die meisten von uns Bauchgrimmen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung oder einfach sonst ein ungutes Gefühl im Bauch. Und darauf sollte man hören und reagieren. Dies kann aber auch in die andere Richtung wirken, so kann eine defekte Darmflora auch die Stimmung beeinflussen. Weitere Symptome können auch ganz einfach Bauchschmerzen, Übelkeit, saures Aufstossen, Durchfall oder Verstopfung und vieles mehr sein.
Die Darmflora hat also die Funktion des Trennen von Gut und Böse und dafür braucht sie viel Fläche. Der Dünndarm eines erwachsenen Menschen ist durchschnittlich ca. 5m lang und mit den Darmzotten, welche man sich wie einen Hochflorteppich vorstellen kann, vergrössert sich seine Oberfläche um ein vielfaches.
Damit diese Darmzotten schön geschmeidig und durchlässig sind, braucht es eine feine Schleimschicht. Ansonsten kleben sie zusammen und können die Nahrungsstoffe nicht mehr aufnehmen. Ist diese Schleimhaut beschädigt oder ausgetrocknet, was wie bereits erwähnt, meist durch Medikamente, aber auch durch schlechte Ernährung oder Stress passieren kann, wird unser Körper nicht mehr genährt oder der Darm reagiert mit Schmerzen oder übermässigen Blähungen. So entsteht dann auch vorübergehende Nahrungsmittelintoleranz. Es kann auch zu Gewichtsabnahme, geschwächtem Immunsystem, übermässige Müdigkeit und gar Depressionen führen.
Von 13.00-15.00 hat der Dünndarm übrigens Erholungspause, da wäre jeweils eine Siesta nach südländischer Art ideal. Ansonsten mag er, wie der restliche Körper auch, Bewegung. Denn die Peristaltik, so nennt man die Eigenbewegung des Darmes, mit der er den Nahrungsbrei vorwärts befördert, wird durch Bewegung und Massage unterstützt.
In den Bewegungsstunden nach Franklin-Methode sind auch Entspannungsübungen oder „Körperreisen“ integriert, bei denen man tief in die Welt der Organe eintauchen und so ihre Funktionen verbessern kann. Hier schliesst sich dann auch wieder der Kreis mit der Chinesischen Medizin/Akupressur, in dem die Meridiane, welche direkten Zugang zu den Organen ermöglichen, durchlässig gemacht werden, damit keine Blockaden entstehen und alles schön im Fluss bleibt.
Eine wichtige und einfache Unterstützung, welche jeder Mensch sich selbst geben kann, sinnvolle Ernährung.
Hier ein paar Allgemeintipps, um dem Verdauungstrakt Gutes zu tun:
Regelmässig 3 Mahlzeiten, mindestens 2 davon warm und nicht zu spät am Abend, langsam und sorgfältig kauen, denn die Verdauung beginnt im Mund.
Auslassen oder reduzieren: Fertigprodukte, Weizen, weisser Zucker, Kaffee, Milch, wenig Fleisch, nichts Geräuchertes od. Gepökeltes, Alkohol, kalte Getränke, süsse Getränke, Zuckerersatz, Rohkost am Abend.
Sehr gut sind Hülsenfrüchte und Getreide, regionale und saisonale Gemüse, wenn möglich aus biologischem Anbau. Alles in allem, Basische Ernährung, weitere Tipps dazu finden Sie im Internet.
Wärmstens zu Empfehlen: Haferbrei zum Frühstück, stärkt die innere Mitte und ist Balsam für Magen und Darm. (2.5 dl Wasser in Pfanne, 2-3 El Haferflöckli dazu, aufkochen, würzen mit wenig braunem Zucker oder Honig, 1 Prise Salz, Zimt, und wer mag gibt als zusätzliche Kraftnahrung noch ein El getrocknete Weinbeeren dazu.)
Wer das nicht schafft, weil er/sie eher der Typ „salziges Frühstück“ ist, kann seine Portion Haferflocken auch bei einer anderen Mahlzeit, gekocht in Bouillon, als Suppe löffeln.
In hartnäckigen Fällen sollten Schuldmedizinische Abklärungen gemacht werden, z.B. ein Atemtest, um zu sehen, ob ein aggressiver Heliobacter am Werk ist oder Stuhl untersuchen lassen, um Pilzerkrankungen oder Schlimmeres abzuklären.

Machet auf das sechzehnte Türchen:


Denn es führt euch direkt in den Wald.
Aus dem Spaziergang im Wald wurde ja nun das "Waldbaden", wie auch immer. Wald tut gut, einfach tief durchatmen und den Boden unter den Füssen spüren und alles kommt gut.-zumindest für eine kurze Aus-Zeit.
Und denkt daran, man kann nur so tief einatmen, wie man zuvor ausgeatmet hat und Ausatmen heisst immer auch loslassen.


Das siebzehnte Türchen öffnet sich hier:



Wir nähern uns mit grossen Schritten dem tiefsten Sonnenstand dieses eigenartigen Jahres. Deshalb gibt es heute einfach etwas Aufhellung. 🌞




Eigentlich wollte ich hier einen Link zu einem tollen Musikviedo einbauen, die Technik lässt das aber nicht zu. Nehmt einfach Eure eigene Musik, die euch einen kleinen Moment das Drumherum vergessen lässt und tanzt unbeschwer einfach für Euch.
Um den inneren Frieden zu pflegen braucht es manchmal viel Bewegeung der äusseren Hülle🐾
Viel Spass Euch allen.
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Das achtzehnte Türchen:



Heute schenke ich Euch die Geschichte einer Orange:




Es war einmal eine saftige, knackige Orange, die wurde in der Teeküche eines Wartezimmers einer Praxis aufgeschnitten und geschält. Dabei verbreitete sie wohlwollend ihren wunderbaren Duft in alle Richtungen.

Kurze Zeit später kam eine Mitarbeiterin der Praxis aus der Mittagspause zurück, bereits auf der Treppe stieg ihr dieser wunderbare Orangenduft in die Nase und sie sah gleich das Bild vor Augen, wer da in der Teeküche stehen würde und Orange ass. 

Sie ging also dem Duft nach, durch die, wegen Corona, immer offenstehende Praxistüre, spazierte durch den langen Korridor und traf die betreffende Person ganz im hintersten Zimmer sitzend an. Von der Orange keine Spur mehr, denn es waren bereits ca. 30 Minuten vergangen, seit er sie gerüstet und vernascht hatte. 

So lange hält sich also der grossflächig verteilte Duft einer spritzigen Orange. Von der Küche zur Treppe sind es 33 Schritte.

Nun also, wer aus der Geschichte einer Orange eine Geschichte von Aerosolen macht, weiss, weshalb bei uns in der Praxis der Warteraum nicht mehr von Klientinnen und Klienten benützt wird und wenn es mal dazu kommt, nur mit geöffnetem Fenster. Genau aus diesem Grund ist bei mir im Praxisraum das Fenster immer etwas geöffnet und zwischen den KlientInnen wird jeweils stossgelüftet. 

Und es wird auch klar, weshalb es derzeit nicht ratsam ist, mit vielen Menschen, längere Zeit in einem schlecht gelüfteten Raum zu verbringen. 

Also ganz egal, ob mit Verwandtschaft, Freunden oder Fremden: lüften, lüften und nochmals lüften. ​​​​​​​


Das neunzehnte Türchen öffnet sich heute:

KUNSTGENUSS








Ab nächster Woche sind nun also auch die Museen geschlossen, wer gerne Kultur konsumieren möchte und so seinen Hirnzellen gesunde Nahrung zuführen möchte, muss das am besten noch heute tun. Morgen, Sonntag ist ja sowieso alles geschlossen und am Montag sind die wenigsten geöffnet.
Deshalb mein Tipp für heute: Die meisten Museen haben gut Onlineauftritte, so kann man vom Sofa aus ganz ungfährliche virtuelle Rundgänge machen.

Heute also das zwanzigste Türchen:

Gerne möchte ich Euch an diesem denkwürdigen Sonntag, nochmals auf diesen wunderbaren Artikel der „Republik“ aufmerksam machen. Auch wer ihn schon gelesen hat, darf dies gerne ein zweites Mal tun. Damit meine ich vor allem die Zeilen zum Thema:
Hier öffnet sich das einundzwanzigste Türchen:

Guten MontagMorgen,
Zu gerne würde ich darüber schreiben, dass sich nun der Nebel lichtet, dass ab heute, nach der längsten Nacht, die Tage wieder länger werden, dass wir uns nun auf die ruhige Zeit einstellen können und alles gut kommt, etc.




Doch schon machen mir da neue Schlagzeilen des Virus' einen Strich durch die Rechnung, die Welt steht Kopf und wir müssen aufpassen, dass es nicht zu Panik kommt.
Heute früh, in der Dunkelheit, kurz nach dem Aufwachen, habe ich mir kurz durch den Kopf gehen lassen, was die wichtigsten oder hilfreichsten Ratschläge dieses verrückten 2020 waren und sind:
Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen... Dabei ist vielen aufgefallen, dass sie das zuvor eventuell doch etwas vernachlässigt haben.
Abstand Halten. Sich gegenseitig nicht ins Vorgärtli zu trampeln fand ich schon immer sehr ok.
Maske tragen. Zwar lästig, aber man gewöhnt sich an vieles, auch wenn mich meine KlientInnen seit Mai nicht mehr richtig gesehen haben. Es geht dabei um Rücksicht, Anstand und Respekt, denn man schützt mit der Maske erst mal sein Gegenüber und nicht sich selbst.
„Benehmen sie sich in der Öffentlichkeit oder generell andern gegenüber, als währen sie selbst ansteckend.“ Ein Ratschlag der ganz zu Beginn der Pandemie mal die Runde machte und auch heute noch nach hallt.
„Es ist keine Zeit für Party.“ Das sagt ja schon alles.
Darüber reden, was diese Coronasituation mit einem macht. Sich selbst immer wieder beobachten, den man entwickelt eventuell irgendwelche Ticks, es kämmen Ängste auf, man kommt ins Grübel, macht sich Sorgen um seine Liebsten, Schlafstörungen sind derzeit oft ein Thema, wie auch Atemprobleme, die aber nicht der Maskenpflicht zu tun haben, sondern meist mit Unsicherheit Angst.-es stockt einem der Atem...
Wer nicht gerne über so persönliche Dinge redet, oder keine Möglichkeit dazu hat, kann ganz altmodisch ein Tagebuch führen. Gegen Abend alles aufschreiben, was einem beschäftigt um dann Platz zu haben, sich noch etwas entspannende Unterhaltung zu gönnen. Z.B. Film, Buch, Musik, Spaziergang, etc. Vor allem, sich abends nicht noch alle schlechten Nachrichten antun.

Das zweiundzwanzigste Türchen öffnet sich heute:


Alle Jahre wieder, blickt man in dieser Zeit gerne zurück und listet auf, war war gut und, was war weniger gut, in diesem Jahr.




Blicke ich zurück, dann denke ich erst einmal, das 2020 hat doch erst grad begonnen. Bei mir hat es sogar sehr gut angefangen, neue KlientInnen, gute Energie und alles, was es braucht, um ein zufriedenes Leben zu führen.Schlagartig war alles vorbei, mit dem grossen Lockdown kam auch das Berufsverbot. Ein Wort, dass ich nur aus dem Film kannte. Es fühlte sich erst an, als hätte man mir den Boden und die Existenzgrundlage unter den Füssen weg gezogen. Bis der Bescheid kam, dass ich wieder die Arbeit aufnehmen kann, wusste ich noch nicht, ob und wieviel Erwerbsersatz ich bekommen werde. Somit waren die 6 Wochen ohne Arbeit nicht wirklich entspannend, oder erholsam, es fühlte isch an, wie ein Vakuum. Auch gab es weder einen kreativen Schub, noch sonst ein Antrieb, irgendetwas Sinnvolles aus dieser „gewonnen Zeit“ zu machen. Somit war es eher verlorene Zeit und die Existenzangst liess sich kaum unterkriegen.

​​​​​​​Danach, trotz vieler Unsicherheiten, ein fulminanter Neustart. Dafür möchte ich all meinen KlientInnen ganz herzlich danken. Sie zeigten sich solidarisch und ich bekam wieder Boden unter den Füssen. 

Somit komme ich jetzt auch sehr gerne zu den positiven Aspekten, dieses Jahres. Der Himmel war in der schwierigsten Zeit fast immer wolkenlos, keine Spur von Flugzeugen. In dieser Zeit wurde auch die FB-Gruppe Man hatte das Gefühl, die Natur kann wieder durchatmen und es kehrte eine ungewohnte Ruhe ein. Und, da die Reisefreiheit sehr eingeschränkt war, verbrachten viele von uns die Ferien in der Schweiz. Hier ein Bild meines ersten zaghaften Wochenend-Ausfluges an den Genfersee im Juni 2020. ​​​​​​​


Das dreiundzwanzigste Türchen:


Nun geht es weiter mit dem Jahresrückblick und den Schweizerreisli. 


Was ich in der Praxis oft hörte, in dieser Zeit nach dem Lockdown im Frühling, vor allem von jungen KlientInnen, wie sehr sie es geniessen, nicht mehr so viele Termine zu haben. Nicht mehr jeden Feierabend an irgendein Treffen oder irgendein Training zu rennen, sondern einfach die freie Zeit und die Ruhe für sich zu haben.

Ältere Personen jedoch äusserten eher Ängste und Beklemmung. Vor allem Menschen, welche Existenzangst von früher her kannten, reagierten sehr stark. Das waren Symptome, wie innere Unruhe, Schlafstörungen, Atemprobleme, etc. Fast alle dieser KlientInnen sprachen gut auf meine Akupressur-Behandlungen an und ich konnte ihnen zusätzlich Wahrnehmungs- und Atem-Übungen für zuhause mitgeben.

Und so sind wir schon wieder bei den positiven Aspekten dieses Jahres. Privat gesehen kam Anfang Sommer noch die frohe Botschaft dazu, dass meine Tochter mich bald Nani werden lässt und mein Sohn bekam die grosse Chance im Ausland sein Masterstudium zu absolvieren. Dies natürlich mit vielen Corona-Holpersteinen...

Ja, und wo sich soviel von aussen her verändert ist es wichtig, tief im inneren gut bei sich zu sein, um den Boden unter den Füssen zu spüren. 

Auch wichtig ist, aus alten Ressourcen neue Energie zu schöpfen Dies kann sein, in alten Erinnerungen zu schwelgen, sich vorzustellen, wie sich ein spezielles Glückserlebnis angefühlt hat, Musik zu hören oder (Ferien)-Fotos anzuschauen. Deshalb nehme ich euch hier noch einmal mit auf meine diesjährigen Schweizerreisli. Oben ins Tessin, unten ins Bergell: